Durch die veränderten Lebensbedingungen von Heranwachsenden in einer immer stärker strukturierten, reglementierten Umwelt haben sich die Bewegungsräume von Kindern gewandelt. Das selbstvergessene Spiel mit Gleichaltrigen auf der Straße ist in Stadtteilen wie unserem selten zu beobachten, zu sehr prägen mediale Einflüsse und die von Erwachsenen für Kinder vorgegebenen Bewegungsangebote das Freizeit- und Bewegungsverhalten unserer Kinder. Die Bedeutung der Bewegung für die ganzheitliche Entwicklung und für das Lernen von Kindern ist für uns unumstritten. Unser Anliegen ist es, das Leben und Lernen unserer Schüler und Lehrkräfte bewegungsfreudig zu gestalten, indem Bewegung zu einem festen, integrativen Bestandteil unseres Schullebens gemacht wird.

 

Ein durch tägliche Bewegungszeiten strukturierter Vormittag wirkt sich positiv auf die Leistungsfähigkeit unserer Kinder aus, da ihr Bewegungsbedürfnis aufgegriffen wird und Phasen der Anspannung, Bewegung und Entspannung folgen können.

 

 

  • Bewegungspausen im Unterricht lockern den Unterricht auf und verbessern die Lernbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit unserer Kinder. Neben den Bewegungsspielen sind gerade nach intensiven Belastungen Entspannungsphasen im Unterricht wichtig. Über Phantasiereisen oder in Geschichten eingekleidete Partnermassagen erhalten die Schüler Gelegenheit, sich gezielt zu entspannen.

 

 

  • Heranwachsende, die im Sportunterricht und beim Spielen und Bewegen auf dem Schulgelände Bewegungsaufgaben als etwas Positives erfahren, entwickeln Freude und Spaß an der Bewegung. Ein auf Vielseitigkeit ausgelegter Sportunterricht eröffnet vielen Kindern einen Zugang zum Sport. Er legt die Grundlagen für ein Sporttreiben, das über die Schule hinausgeht und wesentlich zu einem gesunden Lebensstil beiträgt.

 

 

Die Turnhalle

 

Unsere Turnhalle grenzt an den Schulhof an. Wir nutzen sie gemeinsam am Vormittag mit der Johann-Christoph-Winters-Schule. Am Nachmittag finden dort unsere Sportkurse, im Anschluss daran Vereinssport statt. Da es sich bei dieser Halle um eine Gymnastikhalle aus den 60erJahren handelt, die weder in ihrer Größe noch in ihrer Raumakustik einem zeitgemäßen Sportunterricht für Klassengrößen bis zu 30 Schülern gerecht werden kann, ist es dem Kollegium und der Schulleitung ein besonderes Anliegen, mit der Unterstützung des Schulträgers eine neue Turnhalle zu errichten. Gespräche diesbezüglich mit den zuständigen Gremien sind im Februar 2012 erfolgt. Der Antrag wurde abgelehnt.

 

 

Sportunterricht

 

Die didaktische Orientierung des Sportunterrichts in der Grundschule gibt vor, dass es nicht mehr ausschließlich um eine Erziehung der Schüler zum Sport und dem Erlernen von technischen Fertigkeiten, also um Anforderungen im motorischen Bereich geht, sondern gleichzeitig um eine Entwicklungsförderung der Heranwachsenden durch den Sport. Der Schulsport hat einen Doppelauftrag:

 

  • Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport

  • Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur

 

Der Auftrag zur Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur bedeutet, dass die Schüler über den Sportunterricht die Vielfalt des Sports erfahren und dass ein sinnerfülltes Sporttreiben als Teil selbstverantwortlicher Lebensgestaltung angebahnt wird.

 

  • Aufgabe des Sportunterrichts der Grundschule ist es, dass Kinder Bewegung allgemein und die Inhaltsbereiche des Sports in ihrer Größe und Vielfalt unter den verschiedenen pädagogischen Sinnperspektiven erfahren. Die Ausrichtung des Sports auf nur wenige Bedeutungsdimensionen wie beispielsweise der Leistung und

  • der Gesundheit, käme der grundlegenden Forderung, Heranwachsende in ihrer ganzheitlichen Entwicklung zu fordern, nicht gerecht. Wir sind daher bemüht, Bewegungsfelder mit pädagogischen Perspektiven zu einem themenorientierten Sportunterricht zu kombinieren (so z.B. das Astronautentraining, den Körper im Fliegen und Drehen erleben, unter der pädagogischen Perspektive „etwas wagen und verantworten“ zur Angstbewältigung im Sportunterricht).

 

Um die Bewegungschancen regelmäßig über die Woche zu verteilen, wird der Sportunterricht nach Möglichkeit in Einzelstunden unterrichtet. Dabei beschränkt sich der Sport nicht nur auf den Innenraum „Turnhalle“, sondern Spiel und Sport finden bei trockenem Wetter auch regelmäßig im Freien, auf dem Schulhof, unserer Sprunganlage und um den Rautenstrauch-Kanal oder einem nahe gelegenen Park statt. Allen Klassen steht die Turnhalle grundsätzlich für drei Unterrichtsstunden in der Woche zur Verfügung. Drei Klassen nehmen am Schwimmunterricht teil, der im Stadionbad Müngersdorfer Stadion erteilt wird.

 

 

Schwimmunterricht

 

Unsere 2. Klassen haben wöchentlich eine Doppelstunde Schwimmen, ebenso je eine Klasse des 4. Jahrgangs pro Halbjahr. Folglich werden unsere Schüler in der Regel eineinhalb Jahre im Schwimmen unterrichtet. Wir möchten, dass jedes Kind am Ende seiner Grundschulzeit sicher schwimmen kann und mindestens das Jugendschwimmabzeichen Bronze in unserem Unterricht erwerben konnte.

 

 

Bundesjugendspiele

 

Im Mai tragen wir auf dem Sportplatz des ASV Geländes unsere alljährlichen Bundesjugendspiele aus, an denen stets alle Schüler unserer Schule teilnehmen. Dieser Wettkampf erfreut sich bei Eltern wie Kindern großer Beliebtheit und wir haben immer zahlreiche Helfer, die uns Lehrer an diesem Vormittag zur Seite stehen. Abschluss und Höhepunkt des Sportfestes sind die Staffelläufe der Jahrgangsstufen sowie die Eltern-Lehrer-Staffel. Im Anschluss an BJS folgen die Stadtmeisterschaften in der Leichtathletik, an denen unsere Schule regelmäßig und erfolgreich teilnimmt.

 

Sponsorenlauf

 

Am Tag unseres Sponsorenlaufes, der jährlich im Herbst stattfindet, motivieren wir unsere Kinder, aktiv zu sein und sich für einen guten Zweck einzusetzen.  Ab 8.15 Uhr gehen die Erst- und Zweitklässler mit ihren Klassenlehrern und helfenden Eltern zum Startplatz eines schulnahen, begrünten Kanalabschnitts. Kinder der Klassen 3 und 4 brechen nach der ersten großen Pause zum Laufen auf. Der Erlös des Sponsorenlaufes wird gedrittelt: Jeweils 25 % sind für die sozialen Projekte Mandacaru und Nicaragua vorgesehen und 50 % für die Neuanschaffungen von Materialien für die Spieleboxen in den Klassenräumen und/oder für Klein- und Großgeräten für die Turnhalle.

 

 

Verkehrs- und Mobilitätserziehung

 

Wir legen großen Wert auf einen wirkungsvollen Verkehrs- und Mobilitätserziehung. Das Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer und die immer noch zu hohen Unfallzahlen erfordern, dass Kinder sich hinlänglich mit den Lebensfeldern Verkehr und Mobilität auseinandersetzen. Dabei geht es nicht um das Auswendiglernen von Verkehrsregeln, sondern vielmehr kommt es auf ein verändertes Bewusstsein an und die Entwicklung eines Verkehrssinnes. Kinder lernen, Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen, sich in andere hineinzuversetzen. Sie schärfen den Blick für kritische Situationen, Jahreszeiten und Verkehrspartner und erwerben die Kompetenz, wie sie sich als Fußgänger, Radfahrer und später als Kraftfahrer angemessen verhalten. Bereits im Erlass vom 10.7.1995 heißt es, dass in den Jahrgangsstufen 1 und 4 hierfür etwa 20 Wochenstunden vorgesehen sind, in den Jahrgangsstufen 2 und 3 etwa 10 Wochenstunden. Dabei soll das Thema „Verkehrs- und Mobilitätserziehung“ in jedem Unterrichtsfach angesprochen werden und in den Fachunterricht integriert werden.

 

 

 

Stadtmeisterschaften

 

Die Begeisterung für den Sport unserer Schüler zeigt sich auch darin, dass die Kinder sehr erfolgreich an den Stadtmeisterschaften im Fußball, Basketball, Schach, Leichtathletik und im Schwimmen teilnehmen. So haben unsere Kinder in den vergangen Jahren einen der ersten Plätze in der Leichtathletik belegt und waren ebenso erfolgreich bei den Schwimm-, Basketball- und Fußballmeisterschaften und Schachturnieren der Kölner Grundschulen.

 

 

 

 

Außerunterrichtliche Angebote

 

Unsere Sportkurse am Nachmittag (siehe Anhang 3)

 

 

  • Tennis

  • Hockey

  • Judo

  • Waveboard

  • Fußball

  • Basketball

 

 

erfreuen sich großer Beliebtheit.

 

 

 

 

Perspektiven

 

Wir evaluieren in der Sportfachkonferenz und in Arbeitskreisen regelmäßig unsere Aktivitäten und Maßnahmen und planen Sportereignisse neu. In den Lehrerkonferenzen werden die Kollegen fortlaufend über die Inhalte und Organisation unserer Kurse informiert. Die Schulleitung und das Kollegium sind offen für neue Projekte, insbesondere für solche, in denen die Bewegungsförderung im Mittelpunkt steht.