Schulprogramm

* 16.Oktober 1905 Einweihung des Neubaus als :

Katholische Volksschule Lindenburger Allee
Die neue Schule hatte Klassenräume von etwa 60 qm Bodenfläche, mit großen Fenstern, einer Kochküche und einem Brausebad mit 28 Zellen. Ganz Lindenthal war stolz auf diesen Neubau. Rings um die Schule waren noch keine Häuser, sondern grünes Land, denn Lindenthal lag damals noch weit vor den Toren der Stadt.


Im Jahr 1905 besuchten etwa 750 Kinder die „ Volksschule“ an der Lindenburger Allee unter der Leitung des Rektors Biecker.

* Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zum Teil (30 %) zerstört.

* 1954 war die Schule mit einigen Veränderungen wieder aufgebaut, allerdings mit einem flachen Dach!

* 1956 wurde die Turnhalle gebaut.

* 1988 wurde die Schule unter Denkmalschutz gestellt.

* 1988/1989 wurde das Schulgebäude völlig neu in Stand gesetzt.



 

Seit dem Schuljahr 1974/75 beherbergt das Gebäude auch die Sekundarstufe I der „Schule für Kranke“, die jetzige „Johann-Christoph-Winters-Schule“.

Leiter der Johann-Christoph-Winters-Schule ist Herr Seiler-Kesselheim.
Leiterin der KGS Lindenburger Allee ist seit dem Schuljahr 2010/11 Frau Werner.

Beide Schulen leben mit guten nachbarschaftlichen Beziehungen in dem sehr schönen Altbau mit- und nebeneinander.

2005 wurde der Schule das zum Schulensemble gehörende ehemalige „ Rektorhaus“ wieder für schulische Zwecke nutzbar gemacht. Nach einer sorgfältigen Renovierung steht es jetzt beiden Schulen für wichtige schulische Zwecke zur Verfügung. Dafür gilt der Stadt Köln unser herzlicher Dank.

 

Seit ihrer Gründung im Jahr 1905 als „Katholische Schule Lindenburger Allee“ ist unsere Schule bis heute eine katholische Schule geblieben, die in ihren Mauern jedoch schon früher wie auch heute Gäste anderer Konfessionen beherbergte.

Neben jahreszeitlichen christlichen Feiern und Bräuchen und der täglichen Vermittlung von christlichen Werten und Normen im Allgemeinen trägt der Religionsunterricht sowie der Besuch des Schulgottesdienstes im Besonderen zur religiösen Erziehung an unserer Schule bei.

Der Bezug zum Glauben ist über den Religionsunterricht hinaus jederzeit spürbar und als fester Bestandteil des Schullebens erlebbar.

Feste Rituale und Einrichtungen religiösen Handelns in unserer Schule sind:

  • Einschulungsgottesdienst mit Segnung der Schulneulinge

  • Morgengebet in den Klassen (gesprochen oder gesungen)

  • Monatliche, im Unterricht vorbereitete Schulmessen in Zusammenarbeit mit der Pfarrei St. Stephan und mit Lehrerinnen der GGS Bachemer Straße

  • Wöchentliche Feier im Advent und in der Fastenzeit im Foyer der Schule

  • Weihnachtsfeiern in den Klassen mit Blickrichtung auf das Fest der Geburt Jesu

  • Teilnahme an der Sternsingeraktion in Zusammenarbeit mit der Pfarrei

  • St. Stephan

  • Jährlicher Wortgottesdienst zu Beginn des St. Martinsfestes in der Pfarrkirche

  • St. Stephan

  • Jährlicher Gottesdienst mit Empfang des Aschenkreuzes am Aschermittwoch in St. Stephan

  • Erntedankfest der Klassen oder der Schulgemeinde

  • Regelmäßige Unterstützung zweier sozialer Projekte in Nicaragua und in Brasilien durch Schüler, Lehrerinnen und Eltern

  • Generationenprojekt mit der Pfarrei St. Stephan und der evangelischen Kirchengemeinde

  • Treffen im Foyer mit gemeinsamem Gebet vor dem Frühstück an unserem gesunden Tag

  • Jährliche Spendenaktion in der Fastenzeit (SJ 2010/2011 „Kalker Tafel“, SJ 2011/2012 „Jeder Tag zählt“, SJ 2012/13 „Förderschule Sülz“)

  • Schuljahresabschlussgottesdienst

Außerdem sind Unterrichtsgespräche zu religiösen Themen zu allen Zeiten des Kirchenjahres spontan im Unterricht möglich.

Aus diesem Grund können Kinder anderer Konfessionen und Religionen an unserer Schule nur dann aufgenommen werden, wenn die Eltern mit der religiösen Grundhaltung der Schule einverstanden sind und die Kinder verpflichtend am katholischen Religionsunterricht teilnehmen.

Die Pfarrgemeinde St. Stephan in der Bachemer Straße ist die für uns zuständige Gemeinde. Jeden ersten Mittwoch im Monat haben die dritten und vierten Schuljahre unserer Schule zusammen mit den katholischen Kindern der unmittelbaren Nachbarschule GGS Bachemer Straße dort eine Schulmesse. Diese wird in der Regel im Religionsunterricht von Schülern und Lehrerinnen vorbereitet. Die Messe beginnt um 8.15 Uhr und endet um ca. 9.00 Uhr. Die Kinder der 1. und 2. Schuljahre treffen sich ca. 4 mal im Schuljahr dienstags um 11.00 Uhr in der Kirche St. Stephan zu einem Wortgottesdienst.
Am Aschermittwoch erhalten alle Kinder der Schule in einem Wortgottesdienst das Aschenkreuz. Dabei gehen die Kinder der 3. und 4. Schuljahre gemeinsam um 08.15 Uhr und die Kinder der 1. und 2. Schuljahre um 12.00 Uhr in die Kirche St. Stephan.

Darüber hinaus feiern wir mit allen Schülern und Lehrern gemeinsame Gottesdienste zu besonderen Anlässen (z.B.: Weihnachten, Ostern, etc.).

Zu den Gottesdiensten sind alle Eltern herzlich eingeladen!

Einmal im Halbjahr findet eine Planungskonferenz für die Schulgottesdienste in Lindenthal statt. Daran nehmen Vertreter der vier Lindenthaler Grundschulen sowie die Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden teil.

Diese vier Grundschulen haben sich 2013 auf ein gemeinsames Liederrepertoire für die Gottesdienste geeinigt.

 

 

 

Durch die veränderten Lebensbedingungen von Heranwachsenden in einer immer stärker strukturierten, reglementierten Umwelt haben sich die Bewegungsräume von Kindern gewandelt. Das selbstvergessene Spiel mit Gleichaltrigen auf der Straße ist in Stadtteilen wie unserem selten zu beobachten, zu sehr prägen mediale Einflüsse und die von Erwachsenen für Kinder vorgegebenen Bewegungsangebote das Freizeit- und Bewegungsverhalten unserer Kinder. Die Bedeutung der Bewegung für die ganzheitliche Entwicklung und für das Lernen von Kindern ist für uns unumstritten. Unser Anliegen ist es, das Leben und Lernen unserer Schüler und Lehrkräfte bewegungsfreudig zu gestalten, indem Bewegung zu einem festen, integrativen Bestandteil unseres Schullebens gemacht wird.

 

Ein durch tägliche Bewegungszeiten strukturierter Vormittag wirkt sich positiv auf die Leistungsfähigkeit unserer Kinder aus, da ihr Bewegungsbedürfnis aufgegriffen wird und Phasen der Anspannung, Bewegung und Entspannung folgen können.

 

 

  • Bewegungspausen im Unterricht lockern den Unterricht auf und verbessern die Lernbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit unserer Kinder. Neben den Bewegungsspielen sind gerade nach intensiven Belastungen Entspannungsphasen im Unterricht wichtig. Über Phantasiereisen oder in Geschichten eingekleidete Partnermassagen erhalten die Schüler Gelegenheit, sich gezielt zu entspannen.

 

 

  • Heranwachsende, die im Sportunterricht und beim Spielen und Bewegen auf dem Schulgelände Bewegungsaufgaben als etwas Positives erfahren, entwickeln Freude und Spaß an der Bewegung. Ein auf Vielseitigkeit ausgelegter Sportunterricht eröffnet vielen Kindern einen Zugang zum Sport. Er legt die Grundlagen für ein Sporttreiben, das über die Schule hinausgeht und wesentlich zu einem gesunden Lebensstil beiträgt.

 

 

Die Turnhalle

 

Unsere Turnhalle grenzt an den Schulhof an. Wir nutzen sie gemeinsam am Vormittag mit der Johann-Christoph-Winters-Schule. Am Nachmittag finden dort unsere Sportkurse, im Anschluss daran Vereinssport statt. Da es sich bei dieser Halle um eine Gymnastikhalle aus den 60erJahren handelt, die weder in ihrer Größe noch in ihrer Raumakustik einem zeitgemäßen Sportunterricht für Klassengrößen bis zu 30 Schülern gerecht werden kann, ist es dem Kollegium und der Schulleitung ein besonderes Anliegen, mit der Unterstützung des Schulträgers eine neue Turnhalle zu errichten. Gespräche diesbezüglich mit den zuständigen Gremien sind im Februar 2012 erfolgt. Der Antrag wurde abgelehnt.

 

 

Sportunterricht

 

Die didaktische Orientierung des Sportunterrichts in der Grundschule gibt vor, dass es nicht mehr ausschließlich um eine Erziehung der Schüler zum Sport und dem Erlernen von technischen Fertigkeiten, also um Anforderungen im motorischen Bereich geht, sondern gleichzeitig um eine Entwicklungsförderung der Heranwachsenden durch den Sport. Der Schulsport hat einen Doppelauftrag:

 

  • Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport

  • Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur

 

Der Auftrag zur Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur bedeutet, dass die Schüler über den Sportunterricht die Vielfalt des Sports erfahren und dass ein sinnerfülltes Sporttreiben als Teil selbstverantwortlicher Lebensgestaltung angebahnt wird.

 

  • Aufgabe des Sportunterrichts der Grundschule ist es, dass Kinder Bewegung allgemein und die Inhaltsbereiche des Sports in ihrer Größe und Vielfalt unter den verschiedenen pädagogischen Sinnperspektiven erfahren. Die Ausrichtung des Sports auf nur wenige Bedeutungsdimensionen wie beispielsweise der Leistung und

  • der Gesundheit, käme der grundlegenden Forderung, Heranwachsende in ihrer ganzheitlichen Entwicklung zu fordern, nicht gerecht. Wir sind daher bemüht, Bewegungsfelder mit pädagogischen Perspektiven zu einem themenorientierten Sportunterricht zu kombinieren (so z.B. das Astronautentraining, den Körper im Fliegen und Drehen erleben, unter der pädagogischen Perspektive „etwas wagen und verantworten“ zur Angstbewältigung im Sportunterricht).

 

Um die Bewegungschancen regelmäßig über die Woche zu verteilen, wird der Sportunterricht nach Möglichkeit in Einzelstunden unterrichtet. Dabei beschränkt sich der Sport nicht nur auf den Innenraum „Turnhalle“, sondern Spiel und Sport finden bei trockenem Wetter auch regelmäßig im Freien, auf dem Schulhof, unserer Sprunganlage und um den Rautenstrauch-Kanal oder einem nahe gelegenen Park statt. Allen Klassen steht die Turnhalle grundsätzlich für drei Unterrichtsstunden in der Woche zur Verfügung. Drei Klassen nehmen am Schwimmunterricht teil, der im Stadionbad Müngersdorfer Stadion erteilt wird.

 

 

Schwimmunterricht

 

Unsere 2. Klassen haben wöchentlich eine Doppelstunde Schwimmen, ebenso je eine Klasse des 4. Jahrgangs pro Halbjahr. Folglich werden unsere Schüler in der Regel eineinhalb Jahre im Schwimmen unterrichtet. Wir möchten, dass jedes Kind am Ende seiner Grundschulzeit sicher schwimmen kann und mindestens das Jugendschwimmabzeichen Bronze in unserem Unterricht erwerben konnte.

 

 

Bundesjugendspiele

 

Im Mai tragen wir auf dem Sportplatz des ASV Geländes unsere alljährlichen Bundesjugendspiele aus, an denen stets alle Schüler unserer Schule teilnehmen. Dieser Wettkampf erfreut sich bei Eltern wie Kindern großer Beliebtheit und wir haben immer zahlreiche Helfer, die uns Lehrer an diesem Vormittag zur Seite stehen. Abschluss und Höhepunkt des Sportfestes sind die Staffelläufe der Jahrgangsstufen sowie die Eltern-Lehrer-Staffel. Im Anschluss an BJS folgen die Stadtmeisterschaften in der Leichtathletik, an denen unsere Schule regelmäßig und erfolgreich teilnimmt.

 

Sponsorenlauf

 

Am Tag unseres Sponsorenlaufes, der jährlich im Herbst stattfindet, motivieren wir unsere Kinder, aktiv zu sein und sich für einen guten Zweck einzusetzen.  Ab 8.15 Uhr gehen die Erst- und Zweitklässler mit ihren Klassenlehrern und helfenden Eltern zum Startplatz eines schulnahen, begrünten Kanalabschnitts. Kinder der Klassen 3 und 4 brechen nach der ersten großen Pause zum Laufen auf. Der Erlös des Sponsorenlaufes wird gedrittelt: Jeweils 25 % sind für die sozialen Projekte Mandacaru und Nicaragua vorgesehen und 50 % für die Neuanschaffungen von Materialien für die Spieleboxen in den Klassenräumen und/oder für Klein- und Großgeräten für die Turnhalle.

 

 

Verkehrs- und Mobilitätserziehung

 

Wir legen großen Wert auf einen wirkungsvollen Verkehrs- und Mobilitätserziehung. Das Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer und die immer noch zu hohen Unfallzahlen erfordern, dass Kinder sich hinlänglich mit den Lebensfeldern Verkehr und Mobilität auseinandersetzen. Dabei geht es nicht um das Auswendiglernen von Verkehrsregeln, sondern vielmehr kommt es auf ein verändertes Bewusstsein an und die Entwicklung eines Verkehrssinnes. Kinder lernen, Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen, sich in andere hineinzuversetzen. Sie schärfen den Blick für kritische Situationen, Jahreszeiten und Verkehrspartner und erwerben die Kompetenz, wie sie sich als Fußgänger, Radfahrer und später als Kraftfahrer angemessen verhalten. Bereits im Erlass vom 10.7.1995 heißt es, dass in den Jahrgangsstufen 1 und 4 hierfür etwa 20 Wochenstunden vorgesehen sind, in den Jahrgangsstufen 2 und 3 etwa 10 Wochenstunden. Dabei soll das Thema „Verkehrs- und Mobilitätserziehung“ in jedem Unterrichtsfach angesprochen werden und in den Fachunterricht integriert werden.

 

 

 

Stadtmeisterschaften

 

Die Begeisterung für den Sport unserer Schüler zeigt sich auch darin, dass die Kinder sehr erfolgreich an den Stadtmeisterschaften im Fußball, Basketball, Schach, Leichtathletik und im Schwimmen teilnehmen. So haben unsere Kinder in den vergangen Jahren einen der ersten Plätze in der Leichtathletik belegt und waren ebenso erfolgreich bei den Schwimm-, Basketball- und Fußballmeisterschaften und Schachturnieren der Kölner Grundschulen.

 

 

 

 

Außerunterrichtliche Angebote

 

Unsere Sportkurse am Nachmittag (siehe Anhang 3)

 

 

  • Tennis

  • Hockey

  • Judo

  • Waveboard

  • Fußball

  • Basketball

 

 

erfreuen sich großer Beliebtheit.

 

 

 

 

Perspektiven

 

Wir evaluieren in der Sportfachkonferenz und in Arbeitskreisen regelmäßig unsere Aktivitäten und Maßnahmen und planen Sportereignisse neu. In den Lehrerkonferenzen werden die Kollegen fortlaufend über die Inhalte und Organisation unserer Kurse informiert. Die Schulleitung und das Kollegium sind offen für neue Projekte, insbesondere für solche, in denen die Bewegungsförderung im Mittelpunkt steht.

 

 

 

 

Lebenskompetenz Gesundheit

 

Die KGS Lindenburger Allee hat sich im November 2002 dem „Kölner Netzwerk gesundheitsfördernder Schulen“ angeschlossen. Seit diesem Zeitpunkt arbeiten wir mit

  • einem Schulpatenarzt, jetzt: Frau Dr. Müller

  • der Ärztekammer Nordrhein

  • der AOK Rheinland und

  • der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

 

in den Projekten

  • „Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung in der Primarstufe“ (Ärztekammer)

  • „Gesund macht Schule“ (AOK)

  • und der GUT DRAUF Organisation projecta köln

eng zusammen.


Mangelnde Bewegungserfahrungen aufgrund veränderter Lebensbedingungen (Dominanz der Medien, eingeschränkte, vorgefertigte Bewegungsräume) wie auch eine einseitige Ernährung können die Ursachen für mannigfaltige Erkrankungen von Kindern sein. Ein hohes Anspruchs- und Anforderungsdenken von Seiten der Eltern an ihre Kinder, die häufig einer Flut von (Früh-) Förderangeboten ausgesetzt sind, kennzeichnen heute die möglichen Ursachen für Gefühle der Überforderung und von Stresssymptomen bei Kindern.

Die Förderung der Lebenskompetenz unserer Schüler haben wir uns als Ziel der Bewegungs- und Gesundheitserziehung unserer Schule gesetzt.

Die Unterstützung eines positiven Selbstkonzeptes und eine gesunde Beziehung zum eigenen Körper, das Sammeln von vielseitigen Bewegungs- und Körpererfahrungen und die Ermutigung zum offenen Umgang mit Gefühlen sind wichtige Bestandteile einer solchen Lebenskompetenz, die Heranwachsende in ihren altersgemäßen Bedürfnissen und Interessen ernst nimmt.

Zertifizierungen

  • 2005 wie auch 2011 erhielten wir für unsere Arbeit vom Ministerium die Landesauszeichnung „Bewegungsfreudige Schule“.

  • Im Jahr 2009 haben wir darüber hinaus an einer Zertifizierung zur „Gut Drauf- Schule“ teilgenommen und als erste Grundschule von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und von GUT DRAUF c/o transfer e.V. die Zertifizierung „Gut drauf–Schule“ erlangt, wie es das Türschild am Eingang unserer Schule zeigt.

  • Im Jahr 2014 wurden wir als "Tut mir gut"-Schule zertifiziert. Dazu wurde vom Kollegium in einer Lehrerkonferenz und Fortbildung, unterstützt durch zwei Moderatorinnen der BZgA, eine umfassende Dokumentation zwecks Zertifizierung erstellt. Dieser beinhaltet insbesondere die Angebote und Rahmenbedingungen unserer Schule zu den Themen Bewegung, Ernährung und Stressregulierung.

Unsere Schule "tut gut", weil wir uns nicht nur in den Pausen, sondern auch viel im Unterricht bewegen“, so beschrieb ein Junge aus der 4. Klasse in der Homepage- AG.

Rhythmisierung

Nach einem optionalen offenen Schulanfang beginnen wir jeden Morgen den Unterricht mit einem Gebet, einem Lied oder einer Stilleübung. Es folgen gemeinsame Erarbeitungsphasen mit allen Kindern, leise und konzentrierte Arbeiten oder kooperative Lernformen, die das gemeinsame und individuelle Lernen unserer Schüler herausfordern.

Die die Kinder begleitende Lehrkraft, in der Regel die Klassenlehrerin, nimmt dabei sehr genau die Bedürfnislage der Klasse wahr und beantwortet diese mit eher bewegungsarmen oder –intensiven Unterrichtsphasen. Dank verschiedener Lehrerfortbildungen verfügen unsere Kollegen über ein breites Repertoire an Bewegungspausen im Unterricht, an Liedern, Wahrnehmungsspielen, an Entspannungs- und Stilleübungen, die wir täglich im Unterricht einsetzen. Neben der Frühstücks- und den Hofpausen, den Sportstunden, die nach Möglichkeit als Einzelstunden erteilt werden, rhythmisieren sie den Schulvormittag unserer Grundschüler.

 

Gestaltung des Schulhofs

  • Während der zwei Hofpausen auf unserem weitläufigen, in Bewegungs- und Ruhezonen strukturierten Schulhof können die Kinder

  • auf dem Balancierparcours

  • an den Turnstangen

  • auf dem Klettergerüst

  • auf dem Fußballfeld

  • an den Tischtennisplatten

  • im „Paradiesgarten“

  • an der doppelseitig bespielbaren Basketballanlage

  • auf den aufgemalten Spielfeldern

spielen, sich bewegen und/oder zurückziehen.

Zusätzlich stehen ihnen diverse Kleingeräte aus den Spielgeräteboxen der einzelnen Klasse bereit, wie z.B.

  • Seile

  • Frisbees aus Schaumstoff

  • Gummitwist

  • leichte Fußbälle aus Gummi

  • Handbälle aus Schaumstoff

  • oder unsere Groß- und Kleingeräte, die wir in einem „Spielehäuschen“ aufbewahren, so z.B.

  • Pedalos

  • Rollbretter

  • Stelzen

  • Einräder

  • Balancierkreisel und -mauern

  • Seile

  • Tischtennisschläger und -bälle

  • Chiffontücher

Unsere Ausleihgeräte für die Pausen und den Nachmittag werden regelmäßig gewartet und ggf. neu angeschafft. Bei Neuanschaffungen spielen die Wünsche der Kinder eine entscheidende Rolle. Die Organisation der Ausleihgeräte liegt in der Hand der Kinder und folgt seit Jahren einem festen System. Die Mitarbeiter unseres Offenen Ganztags sind von einem Sportlehrer über Bewegungsspiele auf dem Schulhof mit oder ohne Geräte unterrichtet worden. Sie haben eine Spiele- und Bewegungskartei an die Hand bekommen.

Unsere zahlreichen Bewegungs- und Spielmöglichkeiten auf dem Schulhof werden von unseren Kindern sehr gerne angenommen.

Seit dem Frühjahr 2013 findet eine Sanierung der Schüler- und Lehrertoiletten auf dem Schulhof statt.

Unterrichtsthemen

  • In den Fachkonferenzen haben wir verbindliche Unterrichtsthemen zu fest vereinbarten Zeitpunkten in den verschiedenen Jahrgangsstufen festgelegt:

  • Gesunde Ernährung (1. und 2. Schuljahr)

  • Erste- Hilfe- Maßnahmen am Unfallort (ab 1. Schuljahr)

  • Der Klassenrat (ab 1. Schuljahr)

  • Vermeidung von Krankheiten (2. und 3. Schuljahr)

  • Vermeidung von Unfällen im Sport und auf dem Schulhof (2. und 3. Schuljahr)

  • Das Streitschlichter- Programm (3. und 4. Schuljahr), optional

 

Der Gesunde Tag

Seit dem Schuljahr 2008/09 führen wir am letzten Freitag im Monat unseren „Gesunden Tag“ durch, bei dem die Elemente Bewegung, Entspannung und gesunde Ernährung explizit in den Vordergrund des Schulvormittags gestellt werden. Damit wollen wir uns noch ein weiteres Stück unserem Ziel nähern, eine Schule zu werden, an der sich Kinder wohl fühlen.

Seit dem Schuljahr 2011/2012 sieht der Ablauf des Gesunden Tages folgendermaßen aus:

  • Der Gesunde Tag findet immer am letzten Freitag im Monat statt.

  • Jeweils eine Klassenstufe ist zuständig für die Zubereitung und anschließende Verteilung eines gesunden Snacks für alle Klassen. Hierbei handelt es sich um ein Angebot; der Snack muss jedoch nicht das Frühstück der Kinder komplett ersetzen. Die Kosten trägt jeweils die vorbereitende Klassenstufe.

  • Um 9.30 Uhr: Treffen aller Klassen im Foyer mit Präsentation der Speisen, Gebet und Besinnung.

  • Das Gesunde Frühstück wird in die Klassen gebracht (Frühstück im Klassenverband).

Seit 2012 wurde der Gesunde Tag durch eine zusätzliche Bewegungseinheit erweitert. Nach einem rhythmisierten Ablauf und Hallenplan treiben abwechselnd alle Klassen an einem z. T. von Mitschülern entwickelten, aufgemalten und erprobten Geräte- und Spielparcours in der Turnhalle Sport. Die Themen (z.B. „Ab durch den Dschungel“; „Willkommen im HUGA-Land“) werden von den Kindern selbst gewählt. Außerdem bieten während der Pause Kollegen den Kindern Angebote für eine alternative, aktive oder entspannende Pausengestaltung (z.B. Vorlesen oder Entspannungsübungen).

Unsere weiteren Ideen für die Gestaltung dieses Tages:

  • Die Kinder sollen zu Fuß zur Schule kommen.

  • Sie sollen auf süße Getränke und Süßigkeiten an diesem Tag verzichten.

  • Ältere Schüler können jüngeren beim Turnen am Geräteparcours oder beim Spielen helfen.

Ernährung

 

Ergänzend zum Thema „gesunde Ernährung“ legen wir darauf Wert, dass unsere Kinder grundsätzlich lediglich Milch statt Kakao und anderen zuckerhaltigen Milchgetränken bestellen können. Auch befinden sich in den Klassenräumen Wasserkisten.

In der „Gesunden Runde“, einer Vorstellungsrunde der Frühstücksboxen während der Frühstückszeit stellen die Kinder vor, was sie Gesundes zum Frühstück mitgebracht haben.

In der Koch-AG „Kleine Köche“ wird darauf geachtet, dass vollwertige und vitaminreiche Gerichte gemeinsam zubereitet werden.

Die Schüler des Offenen Ganztages haben die Möglichkeit, zum Mittagessen und am Nachmittag nach Belieben kleine Rohkost-Snacks und Wasser zu sich zu nehmen.

 

Gesundheitsfördernde Projekte

Als Partner unserer Schule bietet Frau Dr. Müller (Patenärztin) weitere gesundheits-fördernde Projekte für unsere Kinder an:

  • Mein Körper“ und 1. Hilfe für Kinder (finanziert von der TKK)

  • Sexualerziehung im 4. Schuljahr (finanziert von der AOK)

  • Training zur Stressbewältigung (finanziert von der TKK). Dieser Kurs wird im 3. Schuljahr durchgeführt und dient der Bewältigung von akuten Stress- Situationen wie z. B.: Wohnort- und Schulwechsel, Trennung der Eltern, Todesfall im Verwandten- oder Freundeskreis, chronische Erkrankung des Kindes oder der Eltern, etc. Das Programm setzt sich aus 8 Einheiten à 90 Minuten für das Schülertraining zusammen.

  • Training von Selbstbehauptung und Selbstsicherheit (Conva): Unsere Eltern und Kinder haben an einem Wochenende die Möglichkeit, an einem CONVA-Sicherheitstraining teilzunehmen. Ein Diplom-Psychologe und ein ehemaliger Kriminalhauptkommissar haben ein Konzept entwickelt, das Kinder stark für gefährliche Situationen macht. Die Conva-Experten sind psycholo-gisch, pädagogisch und kriminologisch ausgebildet. Dadurch ist ihr Trainings-konzept deutschlandweit einzigartig und bereitet Kinder bestmöglich auf Gefahren- und Konfliktsituationen vor. CONVA vermittelt seine Lernziele in Anwesenheit der Eltern durch spannende und kindgerechte Geschichten und durch interaktive Gespräche und Rollenspiele.

 

Zu den Themen gehören unter anderem:

  • Selbstvertrauen stärken

  • Selbstbehauptungstechniken lernen

  • gute und schlechte Geheimnisse

  • Hilfsbereitschaft in der Umwelt aktivieren

  • Opfersignale vermeiden

 

Klasse 2000

Klasse 2000 ist das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung, Gewalt- und Suchtvorbeugung in Grundschulen. Es begleitet die Kinder von der 1. bis zur 4. Klasse und hat folgende Themen:

• Gesund essen & trinken

• Bewegen & entspannen

• Sich selbst mögen & Freunde haben

• Probleme & Konflikte lösen

• Kritisch denken & Nein sagen können

Klasse 2000 arbeitet mit einem positiven Ansatz: Spielerisch erfahren die Kinder, wie viel Spaß es macht, gesund zu leben. Als Sympathiefigur führt KLARO die Kinder durch den Unterricht. Das Programm umfasst ca. 15 Unterrichtseinheiten pro Jahrgangsstufe, die die Lehrkräfte sowie speziell geschulte Klasse 2000-Gesundheitsförderer umsetzen.

Finanziert wird Klasse 2000 durch Spenden, meist in Form von Patenschaften für einzelne Klassen (200,– Euro pro Klasse und Schuljahr).

Als Paten engagieren sich z. B. Eltern, Firmen, Krankenkassen und Lions Clubs.

 

Perspektive

 

  • Nachzertifizierung als „Tutmirgut“-Schule (ehemals „Gut-Drauf-Schule“).

  • Initiierung und Gestaltung zukünftiger gesundheitsförderlicher Prozesse für unsere Lehrkräfte, wirkungsvolle und nachhaltige Maßnahmen zur Lehrergesundheit (Fortsetzung aller Lehrkräfte und ÜMI-Mitarbeiter an der Fortbildung „Gewaltfreie Kommunikation“ am 27. September 2013).

  • Intensivierung der Zusammenarbeit des Lehrerkollegiums und der ÜMI- Mitarbeiter in Hinsicht auf z.B. das Anfertigen von Lernzeitaufgaben am Nachmittag, das Absprechen von Regeln und Ritualen am Vor- und Nachmittag.

  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der JCW-Schule, die in unserem Schulgebäude ebenfalls untergebracht ist (gegenseitige Hospitationstermine haben im Schuljahr 2012/2013 stattgefunden und sind erneut vorgesehen).

 

Unsere Schule - über 100 Jahre alt und sehr lebendig - lässt sich vergleichen mit einem Baum, vielleicht mit einer der Linden, die den Namen unserer Schule prägen. Unsere Schule ist wie ein gesunder Baum mit starken Wurzeln und einer guten Tradition - und jedes Jahr wieder, wie frische junge Blätter, erfreuen uns „neue“ fröhliche und wissbegierige Kinder. Der Baum soll ein Zeichen für unser Schulleben sein: Sicherer Halt, lebendige Entwicklung und Offenheit für Andere! Er findet sich auch in unserem Schullogo wieder:

 

 

Darum fühlen wir, die Schulgemeinschaft der KGS Lindenburger Allee, uns der Vergangenheit verbunden und der Zukunft verpflichtet. Gemeinsam mit den Eltern und vielen freundschaftlich verbundenen Partnern unserer Schule gestalten Lehrer und Schüler und die an unserer Schule arbeitenden Mitarbeiter die lebendige Gegenwart unseres Schullebens. Die Freude am Lernen, an der täglichen Arbeit, der Entwicklung von Kenntnissen und Fertigkeiten, an Spiel, Bewegung und Entspannung und am Erreichen gemeinsam gesteckter Ziele im Vertrauen auf Gottes Gegenwart trägt unseren Schulalltag. Unsere wichtigste Regel lautet dabei stets:

„Wir gehen freundlich miteinander um“.

Diese zeigt, dass bei uns neben der Vermittlung von fachlichen Kompetenzen eine Atmosphäre des freundlichen Miteinanders eingeübt wird. In der täglichen Gemeinschaft von Kindern, Lehrern, Eltern und sonstigen unverzichtbaren Mitarbeitern im Schulbetrieb gestalten wir zusammen das Schulleben und sorgen dafür, dass sich hier bei uns alle wohlfühlen können. Jetzt und in Zukunft soll unsere Schule ein Ort des Entdeckens, des Lernens und des Miteinanderlebens sein.

 

 Mathe_1 Kunst_1 computerprojekt